Die Übernahme der Confiserie zum Löwen durch Albert und Louise Öchslin im Juni 1954 war ein entscheidender Meilenstein, der die Identität des Betriebs für fast vier Jahrzehnte prägte.
Folgende Details lassen sich über dieses Ereignis und seine Bedeutung für die Confiserie in Einsiedeln festhalten:
1. Fortführung einer Familientradition
Mit der Übernahme im Jahr 1954 stellten Albert und Louise Öchslin sicher, dass das Erbe der Bäckerei und Konditorei, die 1891 von Franz Oechslin gegründet worden war, in der Familie blieb. Sie führten das traditionelle Handwerk weiter, bauten das Sortiment jedoch gezielt im Bereich der feinen Confiseriewaren aus.
2. Kreation lokaler Ikonen: Die „Einsiedler Raben“
Unter der Leitung von Albert Öchslin erlangte der Betrieb eine ganz besondere Bekanntheit für eine spezielle Schokoladenkreation: die Einsiedler Raben.
- Hierbei handelt es sich um feinstes Mandelgianduja, umhüllt von dunkler Schokolade, geformt wie die Wappentiere des Klosterdorfs Einsiedeln.
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Diese Spezialität wurde nach dem Originalrezept der „Conditorei A. Oechslin zum Löwen“ hergestellt und entwickelte sich zu einem der beliebtesten süssen Mitbringsel aus der Region. (Die geschützten Markenrechte an dieser Spezialität wurden übrigens 1997 nach dem Inhaberwechsel von der bekannten Einsiedler Goldapfel AG übernommen, die die Schoko-Raben bis heute nach dem Originalrezept produziert).
3. Der Grundstein für das spätere Café
Albert und Louise führten den Betrieb mit einer starken Verankerung im Dorf, wodurch die Confiserie mitsamt dem angeschlossenen Café zu einem beliebten Treffpunkt in Einsiedeln wurde. Sie hielten die Qualität über exakt 39 Jahre hinweg aufrecht, bevor sie das Geschäft im Juni 1993 aus Altersgründen an den gelernten Konditor-Confiseur Markus Duss übergaben, der auch die alten Rezepte der Familie Öchslin übernahm.
Das Ereignis im Juni 1954 markiert somit den Beginn der Blütezeit der Confiserie unter dem Namen „A. Öchslin zum Löwen“, die bis heute in der kulinarischen Erinnerung Einsiedelns fortlebt.